Von Bürgern und Bloggern
June 7th, 2006
Die Readers Edition (RE) ist das Experiment der Netzeitung, eine überwiegend von Usern gefütterte Online-Zeitung herauszugeben. Jeder kann selbst Redakteur werden, muss sich aber an den Pressekodex halten und wissen, dass eine Art Schlussredaktion die Themen und Freigaben moderiert und die Inhalte unter der Creative-Commons-Lizenz stehen. Damit soll eine neue Möglichkeit entstehen, Journalismus zu machen – nach dem koreanischen Vorbild Ohmynews.
Es gibt beim Thema Citizen Journalism wie immer viele Bedenkenträger: die Rede ist von Freizeitjournalisten, “20 Millionen Content-Sklaven” und einer ausufernden Rechteproblematik. Die Netzeitung mE wird sicher durch ihre Ressourcen, ihr kumuliertes Onlinejournalismus-Wissen, die Abnahme und die Bindung der neuen Schreiber an den Pressekodex das Projekt auf einen guten Weg bringen.
Links:
live.hackr zum Start von Readers Edition
BasicThinking über RE
Der Netzeitung ‘Readers Edition’: Peter Schink im Interview
FAQ zur RE
Zeitung selber schreiben: Readers Edition überflügelt Wikinews | Debug
Und im Zusammenhang mit dem Aufbau von Communities – wie bei RE der Fall – bitte auch den guten Don Alphonso lesen, der eine gesunde Distanz zu Me-Too-Produkten langsamer Großmedien anmahnt:
“… dass es keinen Sinn macht, Me-2-Produkte wie die Suchmaschine netguide oder dem Content Syndicator iC Pro auf den Markt zu bringen. Kann ja sein, dass es mit “unser generated Content” nicht so teuer wird wie mit ein paar hundert bezahlten Mitarbeitern, die man dann freistellen muss – aber Communities aufbauen ist was anderes als einen Webspace hinstellen, den Zilliarden andere bessr können, und dann glauben, dass das Scheitern schöner wird, wenn man ein “Alpha” draufpappt.”
Update 18.06.2006:
Bürgerjournalismus versus Meinungspublizistik
Beitrag bei phlow.net von Steffen Büffel
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- Tags:
CC, Citizen Journalism, Journalismus, Zeitung


