Praxis Abschiebung
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Zu sehen sind hier Aufnahmen von schablonengesprühten Texten u.a. auf einer Brücke in Leipzig. Die Textschnipsel erinnern sofort an eine der unverschämtesten und willkürlichsten Aktionen des Staates gegen Asylanten: Die Flüchtlingsfamilie BAJRAMI wurde in der Nacht vom 3. zum 4. April 2004 von 20 bis 30 Polizisten (FR-aktuell.de, 08.03.2004) aus ihrem Haus in Markleeberg bei Leipzig – ohne Ankündigung und in vollkommen überzogener Gangstermanier – abtransportiert.
“Bei diesem Zugriff der Polizei, für den die Polizeidirektion Grimma In Amtshtife für die Zentrale Ausländerbehörde Chemnitz verantwortlich zeichnete, wurden Menschenrechte in eklatanter und nicht mehr hinnehmbarer Art und Weise verletzt.” (akj, arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen)
Zum Hintergrund:
Ein ausführlicher Artikel vom akj arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen von der Humboldt-Universität zu Berlin
Weitere Links:
Artikel “Das bittere Ende der Duldung – Familie Bajrami aus dem Kosovo soll abgeschoben werden” in Flucht und Asyl, Informationsblatt des Flüchtlingsrates Leipzig e.V., Nr. 23, Juni 2004 (Dokumentation, PDF)
Aktuell:
Neuer Anfang im alten Zuhause, LVZ, 4. Juli 2006:
“Über zwei Jahre harrten Bajramis aus, während die Bürgerinitiative verhandelte und 9000 Menschen die Petition für ein Bleiberecht unterschrieben. (…) Im März 2006 empfahl die sächsische Härtefallkommission ein Aufenthaltsrecht. Sechs Wochen später folgte der neue Innenminister “aus humanitären Gründen” der Empfehlung.”