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… und hier dann noch ein paar Adressen, für die keine Zeit mehr geblieben ist oder die ich selber auch nur vom Hörensagen kenne.

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a38.jpgArtemovszk 38 ist der Name eines Schifftyps, der das Andenken der sozialistisch-realistischen Industrieplanung und Schiffbaukultur bewahrt. Ein 1968 in der Ukraine gebautes, ursprünglich zur Steinlieferung dienendes Exemplar dieser Schiffsorte hat einen langen Weg dafür hinterlegen müssen („eine Reise in die Zukunft“), damit es ein neues Leben als Veranstaltungszentrum beginnen konnte. Zwei Jahre lang hat der Umbau gedauert, bis das Boot im April 2003 in seinem letzten Hafen in Budapest Anker werfen konnte. Heute ist A38 ein freundliches, high-tech Kultur-Frachtschiff.

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IndiGo_004.jpgDer kleine Plattenladen IndiGo befindet sich auf dem Innenhof des Darshan Cafés. Er ist auf jeden Fall sehr bekannt, Popularität ist aber ja Geschmacksache. Für mich ist er die erste Adresse, wenn ich was Neues haben will. Nicht nur wegen „Sachverständnis“ (gegründet wurde IndiGo 1995) und Auswahl, sondern auch wegen der Atmosphäre: Man kann ruhig stöbern, reinhören, Fragen stellen, ohne vorher einen DJ-Kurs absolviert zu haben… Man wird in Ruhe gelassen, und die Fragen werden beantwortet, nicht selten kommen die Infos sogar von sich alleine… Stilrichtungen: vor allem underground, jazz, downtempo, worldmusic, aber auch trip-hop, big beat, new electronics, dub, drum&bass, goa, trance, house, reggae, acid jazz, electro-industrial, gothic, mystic. Plus: Darshan Café ist auch ziemlich einzigartig, auch schon deswegen ist ein Besuch auf jeden Fall empfehlenswert!

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Trafo_001.jpgIn Westeuropa werden die leerstehenden Industriegebäude schon seit Jahrzehnten als Kulturbetriebe wiederbelebt. In Ungarn war Trafó das erste Kulturzentrum, das 1998 in einem verlassenen Trafohaus eröffnet wurde. Es gehört seitdem der zeitgenössischen Kunst: Tanz, Theater, bildende Künste, Literatur, Musik etc. Mit viel Emotionen und Abstraktionen. Ein Ort, der den Ungarn einen Ausblick auf die Welt vermittelt – steht zumindest auf der Website…
Kurz zur Geschichte: Das Trafohaus in der Liliomstraße wurde 1909 gebaut, im Stil der industriellen Sezession. Für die Kultur wurde das Haus von einer Gruppe französischer anarchistischer Künstler entdeckt. Damals stand der Trafo schon seit über vierzig Jahren leer. Ein Sommer lang fanden hier Performanceaufführungen und Konzerte statt, danach war es ein besetztes Haus. Der Stadt Budapest geling es das Haus mit Hilfe der durch die nicht-durchgeführte-Weltausstellung übrig gebliebenen Gelder zu kaufen, mit der Zielsetzung, den legendären „Klub der jungen Künstler“ aus der Andrássy utca hierhin umsiedeln zu lassen. Eröffnet wurde der „Trafó, Haus der zeitgenössischen Künste“ im Herbst 1998 mit einem Tanzstück von Yvette Bozsik.

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G__d__r_002.jpgUm die Bedeutung des Gödör Klub s im Herzen der ungarischen Hauptstadt für das Budapester Kulturleben zu veranschaulichen, muss ich über das Ungarische Nationaltheater schreiben. Dort nämlich, wo seit einigen Jahren der Gödör Klub „steht“ (ist unterirdisch), sollte eigentlich das Nationaltheater stehen. Zumindest wenn alles nach den ersten Plänen noch aus Mitte der 90er Jahre gelaufen wäre. Fragt mich jetzt bitte nicht mehr, welche politische Partei dafür war, dass das Nationaltheater auf dem Elisabethplatz aufgebaut wird und welche dagegen, ehrlich gesagt verlor ich sehr schnell den Überblick. Eins ist sicher: Demszky war dagegen, dass das neue Haus auf dem relativ kleinen Platz in der Innenstand aufgebaut wird, weil er Parkplatzprobleme befürchtete – zumindest so habe ich sein Hauptargument in Erinnerung. Jahrelang schmückte ein hübscher Baugraben den Platz, bis dann die Fidesz-Regierung reichlich Geld für das neue Theater locker machen ließ (steht im Süden der Stadt nahe der Lágymányos-Brücke). Und der „Nationalgraben“ (so der Spitzname des Gödör Klubs, gödör bedeutet ja Graben auf Deutsch) wurde im Herbst 2002 zu einem Klub ausgebaut – Erfolgstory für das ungarische Kulturleben, oder? Hätte ja auch zu einer Tiefgarage o.ä. umfunktioniert werden können…

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Deep_006.jpgDeep wurde im Herbst 1999 gegründet, zuerst in einem winzig kleinen Geschäft in der Tompa Straße im 11. Bezirk. Nach zwei Jahren musste Deep umziehen, der erste Laden war da schon zu klein. Mittlerweile findet man Deep unweit vom Haus des Terrors. Zusammenhang gibt´s nicht, der Laden ist sehr entspannt.
Das Sortiment besteht zu Zweidrittel aus Platten, CDs gibt´s aber auch. Die Musik wird nach Labels sortiert, was auf Laien (wie mich) etwas verwirrend wirken kann. Nach ein paar Minuten ist aber die Verwirrung vorbei. Deep ist ja kein kommerzieller Laden, sondern ein Geschäft, das auch unter DJs sehr beleibt ist. Vom Preisniveau her etwas teurer als die anderen Plattenläden der Stadt, die Jungs runden scheinbar gern auf. Dafür ist die Auswahl sehr breit: reicht vom Break, D&B, Hip-Hop, Electro, Experimental, House, Minimal über Downtempo bis hin zu Jazz. Sogar ein wenig Latin, Reggae und Funk-Musik hat auch der Laden.

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Okay, heute nur kurz. Cha-cha-cha ist ja einer der bekanntesten Tanzbars der Budapester Nacht. Vom September bis Mai ist er eine absolut sichere Adresse für all diejenigen, die nach einem Konzert oder so noch tanzen gehen möchten. Im Sommer zieht der Klub auf die Margarethen-Insel, wo die Cha-cha-cha Terasse etwas mehr Platz für die Tanzfreudigen bietet als der sonst ziemlich kleine Klub in der U-Bahn-Haltestelle Kálvin tér. Hier ist fast jede Nacht was los. Als Beispiel das Programm für diese Woche:

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Fon___013.jpg„Zehn Jahre im Dienste der Traditionen“ – steht auf der Website des Musikhauses Fonó . Gegründet wurde Fonó 1995 und gehört mittlerweile zu den anerkannten Kulturbetrieben Europas für Jazz, Folklore und Worldmusic. Zu den Zielsetzungen des Hauses zählt die Bewahrung der gefährdeten Musikschätze Ungarns und der umliegenden Länder. Fonó steht mittlerweile für Konzerte, Tanzhäuser, Festivals, Ausstellungen, Label und Initiativen wie z.B. die Aktion “Letzte Stunde”. Letztere wurde vom Musikverlag Fonó Records gestartet zur Rettung vom Vergessen bedrohter Volksmusik aus Siebenbürgen, der Slowakei, der Wojwodina und Ungarn. Insgesamt wurde Musik auf 1100 CDs aufgezeichnet!

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Trancewave_002.jpgWas? Heute schon Wave? Worüber wird sie denn in den kommenden zehn Tagen schreiben? – denken jetzt bestimmt manche von Euch. Die Bemerkung ist logisch, Trancewave ist zweifelsohne einer der bekanntesten CD-Läden in Budapest. Ob eine Beziehung zwischen dem gleichnamigen Indie-Label aus San Francisco und dem Budapester Laden besteht? Gegründet wurde der Plattenladen “Wave” kurz nach der Wende. Mitte der 90er Jahre haben sich dann die damaligen Betreiber getrennt und so entstand der heutige Trancewave. Der Laden hat sich eindeutig auf elektronische Musik spezialisiert, das Sortiment hat ziemlich wenig mit der Musikrichtung Trance zu tun. Tonträger gibt´s in allen vorstellbaren Formen: CD, LP, 12″ bzw. 10″, MC, originell, second hand etc. Von der Musikrichtung her tech-house, breakbeat, nu jazz etc, sowohl ausländische als auch ungarische Musik. Von vielen wird der Laden aber gar nicht nur wegen der Musik aufgesucht, sondern wegen den vielen Infos, die man hier über Partys in der Stadt erfahren kann. Diese Infos findet man entweder auf den vielen Flyers, die rumliegen, oder direkt beim Personal. Wenn es gerade gut gelaunt ist, und wenn man ihm sympathisch ist. Und sympathisch wird man erst, wenn man öfters vorbeischaut…

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Koncz_Zsuzsa.jpgEs war einmal, dass ich von irgendeinem konkreten Ziel getrieben in den CD-Laden wollte, den ich erst morgen vorstellen werde. Ich bin aber von der Hauptsraße komischerweise falsch abgebogen und landete in einer kleiner Pester Gasse. Und plötzlich las ich in einem Schaufenster neben uralten Radios: Rockin´ Box Plattenladen. Bin gleich reingegangen, und fühlte mich wie 50 Jahre in der Zeit zurückgeflogen. Auf den Wänden hingen überall alte Plattencover, die Regale waren massiv mit Platten von Louis Amstrong, Ravi Shankar, Buddy Holly, Zsuzsa Koncz, Kati Kovács etc. gefüllt. Und die Atmosphäre war herrlich!

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Der CD-Laden Solaris war eine Empfehlung von Lilián (köszi!). Er befindet sich neben dem Lustigen Theater (Vígszínház) in der Nähe des Westbahnhofs, auf dem Innenhof eines wunderschönen Altbaus. Der Verkäufer war überraschend nett – nicht sofort, zuerst verwies er mich an zwei andere Plattenläden, als er aber gemerkt hatte, dass mich seine CDs wirklich interessieren, dann ist er ganz gesprächig geworden. Der Laden ist zwar klein, aber nett. Wenn man sich von Robbie Williams und den vielen Motörhead-Plakaten nicht abschrecken lässt, dann findet man doch feine Sachen im Shop. Ich habe z.B. das Album Jégkrémbalett von der phänomenalen ungarischen Kultband A.E. Bizottság auf CD entdeckt – wusste gar nicht, dass dieses Album auch auf CD veröffentlicht wurde. Außerdem hat der Laden CDs von der ungarischen progressiv Rockband East (die Band gibt´s seit den 80ern nicht mehr). Und von Katalin Karádi, die so etwas ist wie die ungarische Marlene Dietrich… Sicherlich hätte ich auch unter den ausländischen CDs einige Leckerbisse aufspüren können, bloß die Zeit reichte diesmal für diese Regale nicht. Klassische Musik und ein paar Jazz-CDs habe ich ebenfalls gesehen, aber nur aus Entfernung. Alles in einem war es eine ganz nette Begegnung mit Solaris und seinem Betreiber. Ok, ich gebe zu: stehe eher auf ein wenig andere Musik, und Solaris hatte nur zwei von den CDs, die ich auf meiner Indikatorenliste hatte, trotzdem hat der Laden was…

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Merlin ist eigentlich ein Theater, wird aber gern als Location für Festivals etc. gemietet. Das Cinetrip VJ Turnier war hier, und auch Radio Tilos feierte hier vor kurzem seinen Geburtstag mit Úzgin Üver und Sabot! aus San Francisco. Heute Abend findet das VideoGizmo Shortfilm Festival im Merlin statt. Wahrscheinlich liegt die Zahl der ungarischen Filmemacher über dem europäischen Durchschnitt, zumindest lässt die erstaunliche Dichte an Video-sharing Seiten in Ungarn darauf folgen, wie darüber auch hackr.de berichtete. (danke János für den Hinweis!)

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Das Schaufenster ist pothässlich, drinnen wird ununterbrochen gestritten, und trotzdem. Der Laden „Musikland “ ist zweifelsohne empfehlenswert. Vor allem, wenn die Geldbörse nicht allzu dick ist. Musikland hat ja ausschließlich second hand CDs. Lobenswert ist, dass die CDs super gut sortiert sind, nix ist durcheinander, und die Verkäufer haben auch den Überblick. Haben bloß keine Zeit für die Kunden, weil sie sich permanent streiten… Unten sind die ausländischen CDs, oben Jazz und ungarisches Zeug. Ziemlich alles durch den Gemüsegarten. Meine Beute von heute (welch ein schöner Reim): Sun-set Café. Ein compilation von Tamás Jutasi, mit u.a. Gábor Deutsch und Yonderboi. Kam 3,20 Euro. Habe aber auch die neue Másfél-CD für 4 Euro gesehen. Der Laden ist also definitiv ein Besuch wert. Nur das Schaufenster könnte einladender sein…

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Es gibt eine Radiosendung, die immer sonntags zu Mittagszeit auf dem staatlichen Sender Kossuth zu hören ist. Sie hat den Titel: Wer gewinnt heute? Spiel und Musik in zehn Minuten (Für Sprachstudenten: Ki nyer ma? Játék és muzsika 10 percben). In meiner Familie wurde früher sonntags immer pünktlich um 12 Mittag gegessen, und das Radio war dabei fast immer an. Daher kannte ich diese Sendung sehr gut. Die Fortsetzung nach dem Titel lautet jeden Sonntag: Die Fragen stellt - György Czigány, die Antworten gibt - und dann kommt der Name des aktuellen Spielers. Diese Sendung wird am meisten aus dem Musikladen Rózsavölgyi ausgestrahlt, der wahrscheinlich der meistbekannte Musikladen Ungarns ist. Er wurde 1850 von Gyula Rózsavölgyi und Norbert Grinzweil gegründet. Auf seinem heutigen Platz steht der Laden seit 1912. Irgendwo habe ich über Rózsavölgyi gelesen, dass er die größte Musikhandlung Mitteleuropas sein soll – ob diese Behauptung stimmt, weiß ich nicht. Das Angebot ist schon ziemlich umfangreich: 160 000 Artikel hat der Laden. Man kriegt hier vor allem klassische Musik, so ziemlich alles von Bartók über Kodály bis Liszt. Plus Jazz und Volksmusik. Plus Notenblätter, Musikzeitschriften und sonstige Musikträger. Außerdem steht der Laden in der innersten Innenstadt, mitten drin auf der Fußgängerpromenade.

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P__tkulcs_kilincs.jpgSchon wieder eine versteckte Kneipe. Diesmal könnte sie den Namen „Garten Eden“ tragen, frei nach Hemingway, sie heißt aber anders: Pótkulcs , d.h. Ersatzschlüssel… Vom Stil her: eklektisch, idyllisch, verträumt, romantisch. Die Möbel sind nicht gerade nagelneu, ungefähr wie in Ilses Erika. Die Bedienung nett, die Gäste international.
Und schon wieder verstehe ich nicht, woher die vielen Nicht-Einheimischen von diesem Klub wissen… Ist super, dass sie da sind, in einem durchschnittlichen Reiseführer findet man aber garantiert keine Hinweise auf Pótkulcs. Wie immer: Das eiserne Tor führt in einen echt hübschen Garten, wo beim schönen Wetter Ziehharmonika gespielt wird. Drinnen ist alles gemütlich, im nicht allzu großen Konzertsaal gibt´s am Wochenende Jazz-, Ethno- und Worldmusic-Konzerte. Es wird Staropramen gezapft (!), eine Seltenheit in Bp. Im Winter gibt´s Krampampuli, ein Heißgetränk aus Rotwein, Rum und Orangen – sehr ähnlich zur Feuerzangenbowle.
Pótkulcs ist immer gut, besonders aber als letzter Lokal, bevor man nach einem schönen Abend nach Hause geht.

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Kuplung_teh__n.jpg Auf der Király utca, zwischen Liszt Ferenc tér und Deák tér, befindet sich ein richtig großer, aber trotzdem ziemlich versteckter Klub. Verstehe gar nicht, wie es sein kann, dass der Klub so viele Besucher hat. Wenn man die genaue Adresse nicht kennt, dann hat man schlechte Chancen, die Location zu finden: mit Werbungen wie Schild über dem Eingang sind die Betreiber sehr sparsam umgegangen…

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Sark_felirat.jpgSark bedeutet soviel wie Pol. Es gab mal den Südpol in Pécs, den gibt´s allerdings nicht mehr. Dafür seinen großen Bruder, den „Nordpol“ in Budapest. Sark steht für Café, Klub und Musik, und befindet sich mitten drin im jüdischen Viertel. Seit über 1000 Jahren leben Juden in Budapest, und sie haben viel zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung Ungarns beigetragen. Dennoch wurden ihnen erst um 1900 alle bürgerlichen Rechte und die freie Ausübung ihrer Religion gewährt. Sie wohnten vor allem im siebten Bezirk, dem Elisabeth Viertel, das während des Dritten Reiches zum Ghetto wurde. Heute kehrt allmählich Leben ins jüdische Viertel zurück. Die Häuser werden aufwendig restauriert und heute gibt´s hier unzählige kleine Geschäfte und Restaurants. Das Elisabethviertel war jahrzehntelang vom Verfall bedroht, weil es an Geld zur aufwändigen Sanierung der prächtigen Häuser fehlte. Erst in den letzten Jahren begann die Sanierung, finanziert am meisten von ausländischen Investoren. Doch in diesem Stadtteil stimmt noch die Atmosphäre…

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Wenn dancehall, ska, roots oder reggae aus/in Hu, dann live u.a. Pannonia Allstars Ska Orchestra und Love Alliance mit Dj Bosi, und Tonträger aus dem Selecta Shop . Der Laden befindet sich etwas abseits der Szene in der Hajós utca, neben der Oper. Gegründet wurde er 2004. Das Angebot ist überwältigend, wöchentlich werden kiloweise ska, roots, dancehall, hip-hop CDs und LPs aus dem Ausland eingeschifft. Zusätzlich bietet der Shop auch Klamotten der Marken reef und pellepelle an, sowie wertvolle Informationen über ska- und reggea-Partys in der Stadt. Mehr als nett.

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Eine meiner Budapester Lieblingsecken ist der Mikszáth tér mit den umliegenden Straßen. Ich mag diese engen Gassen, die schönen, großteils noch unsanierten Jahrhundertwendehäuser und die Ruhe, die man hier zu jeder Tageszeit erleben kann. Die Krúdy utca ist viel weniger hektisch als z.B. der 7. Bezirk, von der Flair her aber mindestens so abenteuerlich. Kleine Gaststätten, Cafés und lustige Geschäfte findet man hier. Auf dem Mikszáth tér stand früher der Klub Tilos az Á…, Namensgeber des Radio Tilos. Auf dem anderen Ende der Krúdy utca war vor ein paar Jahren noch das Kino Cirko Gejzír, eins der liberalsten Art-Kinos in Budapest. Und ungefähr in der Mitte der Krúdy utca befinden sich aktuelle zwei Cd-Läden: IndiGo und CD-Bar. Heute ist letztere dran.

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Kuliplex__Schild.jpgHeute ist der Kultiplex dran. Kurz zur Geschichte: Als ich vor 1999 in Budapest lebte, lief der Klub noch unter dem Namen Blue Box. Zuvor (wenn ich mich richtig erinnere) war das Kino Kinizsi hier. In der Zwischenzeit wurde alles saniert, aber nur mäßig, nicht übertrieben, nur das nötigste. Kultiplex steht heute für Art-Kino, Konzerte, Café und… für Radio TILOS!!! Ja, ja, hier, in diesem Gebäude hat dieser phänomenale Radiosender sein Hauptquartier. Weiter als die Eingangstür zum Studio (hierherum nur Maschinenhaus genannt) bin ich allerdings noch nicht gekommen.

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Heute ist einer der minimalistischsten Budapester Plattenläden dran. Der Laden ist klein und puritan, der Betreiber alles andere als gesprächig, selbst die Website ist minimal gehalten, sprich: viele Infos fehlen noch… Trotzdem: Akt.records ist seit 1999 ein fester Bestandteil der Budapester Musikszene. Von 1999 bis 2000 hieß der Laden Groove Records, danach lief er unter dem Namen Afrofilia (ach so, sagen jetzt bestimmt einige von Euch). 2004 übergab dann der damalige Betreiber, Dj Gonnok, den Laden an Isu, der ihn zu Akt.Records umbenannte. Akt steht übrigens für aktuell.

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Heute müsste eigentlich ein CD-Laden dran sein, ich bin aber gestern im großen WestBalkan etwas abgestürzt und würde heute daher gern diesen phänomenalen Klub vorstellen. Ist eh der große Bruder vom kleinen WB, der gestern dran war, die beiden Klubs passen daher thematisch gut zueinander. gro__er_WB_falikep.jpgAlso West-Balkan : Nachdem sich der kleine WB immer beliebter und daher immer enger zeigte, und nachdem die stadtplanerischen Vorhaben des 8. Bezirkes bekannt wurden, entschieden sich die Betreiber des WB, unweit vom ersten Klub eine geeignete Baulücke für eine größere Location zu suchen. Im berühmten-berüchtigten 8. Bezirk ist nämlich gerade ziemlich viel los, hier soll ein neues Stadtteilzentrum entstehen mit 3000 (!) neuen bzw. neu sanierten Altbauwohnungen. Im Moment ist alles noch echt abenteuerlich, überall stehen Braukräne, Betonmischer etc. Der große WB befindet sich auf der zukünftigen Corvin-Promenade, die aktuell noch „unsichtbar“ ist: die Straße ist nicht mal asphaltiert… Es ist praktisch eine richtig große Baulücke mit einem Durchmesser von ca. 500 Meter, überall drum herum sieht man die Feuerwände der benachbarten Häuser. Klar wird an die Wände projiziert, ein Foto füge ich gleich bei.

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West_Balkan_logo.jpgHeute möchte ich Euch einen besonders hübschen Budapester Klub vorstellen: den kleinen aber feinen WestBalkan (gibt´s auch einen großer, der ist aber erst später dran). Stellt Euch bitte eine Baulücke in der Budapester Innenstadt vor (knapp hinter dem großen Ring), links und rechts mit wunderschönen, unsanierten Jahrhundertwendehäusern. Die Lücke verbirgt einen abenteuerlich wilden Garten, mit einem riesengroßen Baum (Nussbaum?) in der Mitte. Die Laubkrone des Baumes ist so groß wie ein Bierzelt – perfekter Regenschutz an warmen Sommertagen! Unter dem Baum stehen lustige bunte Tische und Stühle und bieten Platz für ca. 150 Menschen. Die Theke ist lang und phantasiereich, überall hängen Lampions. Die Musik ist herrlich, tagsüber Lounge, abends Clubnight. Neben dem Garten befindet sich eine Tür, hinter der Tür eine Treppe, die in den Keller führt. Der Keller ist mäßig groß und muffig, geeignet nur für kleinere Konzerte. Alles unsaniert, ursprünglich, bietet Raum für Phantasie und Selbstverwirklichung.

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Scheinheiligkeit hin, Einkaufsrausch her, die Adventszeit hat begonnen. Irgendwann vor einem guten Monat habe ich versprochen, pünktlich zum Beginn der Adventszeit einen alternativen Adventskalender zu starten. Und versprechen ist ehrlich, halten beschwerlich…
Allerdings musste ich das Konzept ein wenig ändern. Ursprünglich habe ich ja für jeden Tag einen CD-Laden versprochen. Es macht aber wenig Sinn, auch solche Läden vorzustellen, die mich vom Angebot her überhaupt nicht ansprechen. Daher habe ich lieber eine Vorauswahl getroffen (durch eine Indikatorenliste: die Suchkriterien waren fünf von meinen Liebligs-CDs; mind. drei von denen musste der Laden haben). Somit wurde die Zahl der vorzustellenden Shops auf zwölf reduziert. An jedem zweiten Tag wird es also eine Budapester CD-Laden-Vorstellung geben. Und dazwischen könnt Ihr über herrliche Budapester Klubs lesen. Oh jäähh…

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