- Schlamm-Schlamm-Schlamm
- die Wan2 Bühne hatte ein sehr starkes Line-up (UNKLE, Yonderboi, Hooverphonic, Zagar feat. The Underground Divas, Erik Sumo, Korai Öröm etc.)
- Bahia Bühne mit Überblick der osteuropäischen (!!!) Musik – geniales Konzept, Niveau der Bands gemischt, trotzdem, dennoch, immerhin
- Roma-Zelt wie auch schon vergangenes Jahr, mit Programmschwerpunkt Osteuropa, zusammengestellt von Putomayo
- Weltmusikbühne mit Tinariwen, Skatalites, Fanfare Ciocarlia, Leningrad etc.
- ansonsten wahnsinnig viele Ausländer (vor allem Franzosen); Anima Sound System spielten dieses Jahr auf der kleinen Arany Ászok Bühne, was ich bis heute nicht verstehe; für mich das beste Konzert des Jahres: Zagar mit den Divas, die der elektronischen Musikwelt der Zagar-Songs einen Hauch „femininen Spirit“ geschenkt haben (die Divas: Péterfy Bori, Németh Juci, Judie Jay, Sena, Hódosi Enikő und Kuczora Edina)
Ich wurde gefragt, hier die Antwort. Sorry, kann nicht weiter kommentieren, bin voll überarbeitet.
Hier gibt´s aber noch einige interessante (und leicht verdaubare) Anmerkungen zum Thema:
(lasst euch vom Foto nicht abschrecken…)
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Seit gestern kann man auf der offiziellen Website von Manu Chau den Song Rainin´ in Paradize samt Videoclip von der neuen LP (La Radiolina) herunterladen. Besonderheit des Clips ist, dass er von Emir Kusturica gedreht wurde.
Hier mal eine kurze Meldung aus der Funkstille. Werde immer mehr unter Druck gesetzt, ich solle wieder schreiben. So wahnsinnig viele Sachen sind aber hier in Ungarn in der Zwischenzeit nicht passiert (oder die sind vielleicht nur an mir vorbeigehuscht). Die Regierung ist noch immer dabei, den Gleichgewicht in der Staatskasse wiederherzustellen (Inflationsrate 2006: 8,5%, Def. in der Staatskasse: 9,2%, Neuverschuldung: 3,1% - ich glaube, schlimmer war es lange nicht mehr), das Gesundheitswesen wird gerade in erhöhtem Tempo reformiert (es mag sein, dass ich bald auch Beiträge bezahlen muss – Ende der Jugend??), Ungarn wird 2012 keine Fußball-Europameisterschaft durchführen (Polen und die Ukraine haben den Job) und gestern gab Bryan Adams Dank Telekom ein kostenloses Konzert neben dem Heldenplatz – toll. Arme Deutsche Telekom, die macht zu hohe Profite in Ungarn mit ihren schweineteuren Minutenpreisen, sucht jetzt nach Möglichkeiten, wie sie einen Teil der Steuer absetzen kann. Wie der Spruch besagt: panem et circenses. Zumindest hatte aber auch Ruzsa Magdi (sang auf dem Eurovision Song Contest für Ungarn) wieder Mal die Gelegenheit, auf der Bühne zu stehen: sie war die Vorband vor Bryan Adams. Die Frau hat meiner Meinung nach eine echt gute Stimme. War zwar nie ein Fan vom Blues, mir imponierte aber sehr, dass sie der Eurovision-Show trotzte und barfuss, ohne großem Schick-Schnack ihren Unsubstantial Blues schob, den sie übrigens selber geschrieben hatte. Magdi ist übrigens in Serbien geboren, gehört zur dortigen ungarischen Minderheit. Das Konzert habe ich selber nicht erlebt, saß am Schreibtisch, da ich aber nah am Heldenplatz wohne, hörte ich alles ziemlich gut.
Das reicht vielleicht für heute. Viele Grüße aus dem sonnigen Budapest!
Eure Lotti
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Frauenliteratur, Gender-Poesie, Ridikülliteratur: Es sind Synonyme für eine „Gattung“ zeitgenössischer Literatur, in der das Thema »Frau« als performative Akteurin in den Mittelpunkt gestellt wird. Zwei Hauptproblemen wirft diese Art von Literatur auf: Erstens sind Frauen (auch) in der Literatur unterrepräsentiert, was möglicherweise negative Auswirkung auf die Qualität der Endprodukte haben kann, zweitens stoßen literarische Werke, die Frauen in ihrem Fokus haben, immer noch sehr häufig auf sarkastische Kritik – pejorativ wie die Bezeichnung „Ridikülliteratur“, als ob sie nur für Frauen bestimmt wären.
Ein sonniger Frühlingstag, mit zahlenmäßig vielen aber bis zum Sonnenuntergang überraschend friedlichen Menschen auf den Budapester Straßen – so könnte man den ungarischen Nationalfeiertag vom 15. März 2007 mit einem Satz beschreiben. Trotz allen Befürchtungen liefen alle Feierlichkeiten und Kundgebungen verhältnismäßig ruhig ab – dass der liberale Budapester OBM Demszky während seiner Festrede („Wir haben keine Angst. (…) Wir friedliebende Demokraten - Konservative, Sozialisten und Liberale - sind die Mehrheit in diesem Land.“) zu Mittagszeit mit Eiern beworfen wurde, ist ja nix „Undemokratisches“, schließlich wurde er dabei nicht verletzt – er hatte genug Helfer um sich herum, die ihren Aufgaben, die Flugbahn der faulen Eier vor seinem Kopf mit schwarzen Regenschirmen zu unterbrechen, mit vollem Eifer nachgegangen sind – natürlich zur großen Heiterkeit des Publikums… Auch die Fidesz-Großkundgebung lief am Nachmittag auffallend friedlich ab. Vor mehreren zehntausend (angeblich waren es 200.000) Anhängern erklärte Oppositionsführer Orban, dass die Regierung Gyurcsany „von der Macht gescheucht“ werden könne, wenn sich die von der Fidesz initiierte Volksabstimmung gegen Reformvorhaben der Regierung Gyurcsany als erfolgreich erweisen wird. Orban nannte die für den Herbst erwartete Volksabstimmung eine „historische Chance“, um die linksliberale Regierung „zu verjagen.“

Tags: Fidesz, Gyurcsany, Krawalle, Nationalfeiertag, Politik
“Für den ungarischen Nationalfeiertag am 15. März ist in Ungarn neben den offiziellen Kundgebungen mit Demonstrationen zu rechnen. In Budapest ist eine Großdemonstration auf der Pester Seite, beim Hotel Astoria, Richtung Elisabethbrücke, angekündigt. Reisenden wird vorsorglich empfohlen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden, Versammlungsorte weiträumig zu umgehen sowie sich von größeren Aufgeboten der Sicherheitskräfte fernzuhalten. Aufgrund verstärkter Polizeipräsenz ist mit Personenkontrollen zu rechnen.”
Tags: Demonstrationen, Politik