Archiv

Polnische Plakatkunst zu verschenken

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so der Titel einer neuen Ausstellung in der Galerie des Polnischen Instituts in Leipzig. Passend zur DOK-Woche werden hauptsächlich Film-, aber auch Theaterplakate gezeigt. Die Exposition ist einmalig – ausgewählte (z.B. die hier gezeigten) Plakate aus den 70er und 80er Jahren werden an Ort und Stelle verschenkt. Weiter …

Polnische Plakatkunst

Die beiden Kreativen von Grayspace haben 200 Poster größtenteils polnischer Künstler gesammelt. Die Plakate ab 1940 dienen ihnen als Inspiration. Und wer schon das eine oder andere gesehen hat, mag ahnen, dass die osteuropäische und insbesondere polnische Plakatkunst eine sehr guten Ruf genießt. Hier geht es zur Grayspace Poster Gallery (via Drawn!, dort in den Kommentaren sind noch weitere Links zu polnischen Arbeiten zu finden). Und hier habe ich im Fukkle-Blog noch einige internationale, historische Poster-Archive zusammengestellt.

Das Gesetz von 1881

Französische Fassaden haben eine besondere Art sich vor unerwünschten Plakaten zu schützen. Das Jahr 1881 ist für jedes französische Kind ein Begriff. Meist in Kopfhöhe eines Dreikäsehoch ist an vielen Häusern folgender Spruch zu lesen:
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(Plakatieren verboten – Gesetz vom 29. Juli 1881)
Mal mehr mal weniger aufdringlich bleiben die Fassaden zwar werbefrei, dennoch prägt diese famose Warnung das Straßenbild als würde es für die Gesetzeshüter werben, die 1881 diesen Paragraphen auf den Weg gebracht haben.
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Wahl-Endspurt in Paris

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Nachdem am letzten Wochenende im ersten Wahlgang Ségo und Sarko als Sieger hervorgegangen sind, versuchen beide die Entscheidung nach Kräften für sich zu beeinflussen. Ségo flirtet mit Bayrou um seine nun unentschlossene Wählerschaft, Sarko tut sich unter den Anhängern von Le Pen um. Die 12 Plakatwände vor den Wahllokalen sind verschwunden, jetzt stehen nur noch zwei Tafeln, je eine für Ségo und eine für Sarko. Ségo hatte kurz vor dem ersten Wahlgang noch mal (rote) Farbe bekannt. Dieses Plakat wich am Montag nach der Wahl einem Portrait, dass wohl dem Patienten Frankreich mittels der blütenweißen Ärztin Royal Mut zusprechen soll. Sarko blieb bei seinem Spruch „Zusammen wird alles möglich“ (Ensemble tout devient possible), wie auch immer das zu interpretieren ist. Siegesgewiss hatte sich Sarko schon vor Wochen für den letzten Sonntag vor der Wahl eine große Konzerthalle reserviert, um ein letztes Mal vor seinen Anhängern zu sprechen. Die waren dann auch reichlich da, allerdings nur etwa 25.000, nicht die von Sarko in der Presse erwarteten 40.000. Der Himmel drohte mit Gewitter, als die Menge vor der Halle Aussagen bejubelte, wie z.B.: „…ich will wieder sagen können, dass ich stolz bin ein Franzose zu sein, ohne mich von Verrätern, die nichts für ihr Vaterland zu tun gedenken, karrikieren zu lassen…“ (O-Ton). Der Protest hielt sich bei der Veranstaltung in Grenzen, bis auf ein paar Radfahrer mit Hemden der falschen Partei. Auch Ségo hat einen letzten massenwirksamen Auftritt anberaumt, am 01. Mai in einer ebenso großen Halle in Paris. Im Gepäck hat sie eine Menge bekannter französischer Musiker, die im Stade Charlety weniger polemisch für Sympathie werben sollen.
Während bei einer ähnlichen Veranstaltung der Kandidatin der Kommunistischen Partei, Marie-George Buffet, am 1. April die Straßen um Bercy gesäumt waren von Bussen, die die PCF-Anhänger aus der Provinz nach Paris gebracht haben, so waren es bei Sarko schwere Limousinen, die die reicheren seiner Fans erwarteten. Busse waren heute kaum zu sehen. Dafür umso mehr Polizei, die alles schön überwachte.

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Frankreich wählt

Heute läuft in Frankreich der erste Wahlgang zur Präsidentschaftswahl. Es wird ein Kopf-an-Kopf Rennen geben, dass die Richtung für den zweiten Wahlgang am 6. Mai 2007 vorgeben wird. Die 12 Akteure haben in den letzten Monaten alles gegeben, um ihre Programme zu verkaufen. Die Prognosen gehen von drei Kandidaten aus, die es möglicherweise in die zweite Runde schaffen. Nicolas Sarkozy (Sarko), Ségolène Royal (Ségo) und Francois Bayrou (Bayrou). Sarko führt, wenn auch nur knapp, die Prognosen an. Je nachdem ob Ségo oder Bayrou in die zweite Runde kommt, wird dies bestimmend sein für das Endergebnis. Der eher farblose Bayrou hat seit März als lachender Dritter im engen Wahlkampf zwischen Ségo und Sarko erheblich an Sympathie in der Bevölkerung gewonnen. Insgesamt gibt es allerdings 12 Kandidaten mit zum Teil sehr interessanten Ansichten. Davon sind sechs eher dem linken Spektrum zuzuordnen, deren Wählerschaft sicherlich im zweiten Wahlgang Ségo als das kleinere Übel gegenüber Sarko bevorzugen würde.

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