Archiv

Euromanie in Frankreich

eurograve.jpgEs ist mal wieder Zeit für eine neue Folge der Euromanie. Euro-X der Superlativ für jedes Geschäftsfeld. Wie schon die letzte Folge der Euromanie zeigte, finden sich diese wundervollen Vermarktungsvehikel nicht nur in Osteuropa. Wir befinden uns immer noch in Frankreich. Diesmal im Angebot:
 - Euro-Bestattungen, für einen qualifizierten Abgang
 - der Eurobus, keine außergewöhnliche Erscheinung
 - im Fahrzeugbau ist Euro auch öfter anzutreffen 
- ein Münzhandel, der wohl auch Euro-Münzen im Angebot hat
- ein unbekanntes Land druckt Euro auf seine Auto-Nummernschilder
- die Imbißbude in der Pariser Rue de Rennes hat für jeden  
    Geschmack was zu bieten
 - Überfluß aus Europa gibt es in Eurosurplus, einem Konkurswaren-Laden
- die 12 Sterne kann man sich bei Eurotribal auf den Oberarm tätowieren     lassen
- ein vietnamesischer Kleinhändler betreibt in Paris eine Firma EUROVINA,
    leider ist die Reklame nicht so kreativ wie beim EURO-TOP-Shop
- in Evry gibt es eine Wachschutzfirma mit dem wohlklingenden
    Namen “Die Europäerin”
Das Phänomen steht unter weiterer Beobachtung.
[mygal=euro-vii]

Das Gesetz von 1881

Französische Fassaden haben eine besondere Art sich vor unerwünschten Plakaten zu schützen. Das Jahr 1881 ist für jedes französische Kind ein Begriff. Meist in Kopfhöhe eines Dreikäsehoch ist an vielen Häusern folgender Spruch zu lesen:
defense0.jpg
(Plakatieren verboten – Gesetz vom 29. Juli 1881)
Mal mehr mal weniger aufdringlich bleiben die Fassaden zwar werbefrei, dennoch prägt diese famose Warnung das Straßenbild als würde es für die Gesetzeshüter werben, die 1881 diesen Paragraphen auf den Weg gebracht haben.
[mygal=defense]

Osteuropaeische Spuren in Paris

russkiparis2.jpg
Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Paris Anlaufpunkt für viele, die in der Metropole ein besseres Leben erwarteten. Osteuropäische Intellektuelle zur vorletzten Jahrhundertwende, Künstler, Dissidenten, der Reiz des alten Europa und das extrem geschickte Stadtmarketing machen die französische Hauptstadt besonders auch für osteuropäische Touristen interessant. Der Ruf der Champs Elysees reicht bis Moskau, dementsprechend sind die Schaufenster für wohlbetuchte Russen auch schon mal in deren Sprache beschriftet. Das originalgetreue Alkohol-Fachgeschäft und diverse russische Restaurants, Buchhändler und natürlich der Osteuropa-Schalter von Eurolines warten auf Kundschaft. Neben russischen Zeitungen an den Kiosken und den unvermeidlichen Reiseführeren in allen Sprachen der Welt gibt es in Paris eine Menge, um die Touristen zu erfreuen. Voilà eine kleine Zusammenstellung. In den nächsten Tagen gibt es eine ähnliche Sammlung zum polnischen Leben in Paryz.
[mygal=russki-paris]

Fassadenkletterer

fassade.jpg

Sowjetische Marianne ?

In einem Seitengebäude des französischen Parlaments sind eine Menge Büsten der französischen Nationalpatronin Marianne versammelt. Interessant scheint mir diese Version, vielleicht ein Geschenk aus dem Osten?
Marianne.jpg



(c) abv leipzig 1999–2011 · abvmob blog 2006–2009

RSS Feed · wp + modified Modern Clix