Wie der Ton aufs Vinyl kommt
eine Fundsache aus einer tschechischen Kinderzeitschrift. Da kann man noch was lernen!
Doch schauen wir uns das mal genauer an…
eine Fundsache aus einer tschechischen Kinderzeitschrift. Da kann man noch was lernen!
Doch schauen wir uns das mal genauer an…
SIEBEN PLATTEN FUER 2007:
QUIO – PHIU – AGF PRODUCKTION
LAUB – DEINETWEGEN – AGF PRODUCKTION
DIV – MUSIC FOR HAIRY SCARY MONSTERS – MORR MUSIC
TONI IORDACHE – SOUNDS FROM A BYGONE AGE – ASPHALT TANGO
WENZEL – GLAUBT NIE, WAS ICH SINGE – CONTRAER MUSIK
DIE TUEREN – POPO – STAATSAKT
THE BLOW – PAPER TELEVISION – TOMLAB/CARGO

Alle für einen! Seit kurzem könnt ihr euch, ganz frei und ohne rechtliche Bedenken dreizehn Remixe der ungarischen Gypsy Band Nomada herunterladen. Dieses erste freie Remix-Album Ungarns ist eine Aktion der Band selber, des nichtkommerziellen Senders Tilos Rádió und Creative Commons Ungarn.
Platten, die ihre eigenen Wege in Richtung Gypsy-Clubsounds gehen, sind in Ungarn nix neues. Die Frühwerke von Anima Sound System (Anima, Gypsy Soundclash) machten mit wegweisenden und zeitlosen Grooves ein neues Feld der World Music aus.
Etwas Geschichte
Bereits 2002 sticht ein Sampler unter dem Titel Etchno hervor, das Klangfeld, Dub, Bass und Volkstanz mit einer eigenen Herangehensweise an ungarische und Zigeunerfolklore verbindet. Das Ergebnis sind absolut schräge Dancefloorfiller, ursprünglich geschrieben als Soundtrack für ein Tanztheaterstück.
Ein Jahr später kam dann der Nachfolger „Romano Trip“ raus, auf dem sich eine Reihe von Künstlern und Projekten des pulsierenden Budapester Undergrounds daran wagt, die Könige der ungarischen Gypsy-Roots-Musik Romano Drom zu remixen. Ergebnis wie oben beschrieben, und wieder typisch budapestig-frech, aber auf vorderem Produktionsniveau, Klischees werden – im Gegensatz zum heutigen Balkan-Hype! – nicht zugelassen!
Elektro-Folklore im Dornröschenschlaf
Leider, leider gab es zu den beiden Samplern keinen Follow up. Überhaupt ist der Budapester Underground in Sachen Elektro-Folklore-Mixturen merklich ruhig geworden. Die Stadt hat weiterhin eine lebendige Clubkultur, besonders im Breakbeatbereich, aber die Protagonisten bewegen sich in den Stilnischen, von einem Erik Sumo mal abgesehen. Auch das letztjährige Anima-Album “We strike!” ist eher wässrig, eskapistisch.
Remixe von Homies und Profis
Das Vakuum wird aber jetzt durch den frei downloadbaren Internetsampler von Nomada gelüftet. Auf dem Sampler finden sich dreizehn Remixe ein- und desselben Songs der Band Nomada „Aven le Roma“.
Weiter …
URBAN AFRICA CLUB – Hiphop dancehall and kwaito
Label: Out Here Records
VÖ: 19.01.2007

Üblicherweise entschließt sich ein Label immer dann einen Sampler herauszubringen, wenn der Erfolg schon vorprogrammiert ist. Das sind meistens Songs, die in den Clubs gut laufen oder eine bestimmte Richtung präsentieren. Wenn diese beiden Faktoren aber nicht zutreffen, dann kommt es oft ganz schlimm, besonders im Fall Afrika. Zwischen Initiationsgesängen und europäischem Afrohouse gibt es viele Beispiele, die uns alle eines suggerieren wollen: So ist die afrikanische Musik.
Auf dem belgischen Label Crammed Discs ist im November 2006 nach drei Jahren Pause die zweite Ausgabe des Remix-Samplers Electric Gypsyland erschienen. Wie schon in der ersten Ausgabe der Compilation kuemmern sich hauptsaechlich westliche Produzenten/DJs aus dem elektronischen Bereich um jeweils eine Neuinterpretation von vier Bands/Projekten, die traditionelle Gypsymusik spielen. Die in der Balkanmusikszene einschlaegig bekannten und auf Crammed Discs gesignten Bands Taraf de Haïdouks, Koçani Orkestar und Mahala Rai Banda sowie der etwas unbekanntere franzoesische Produzent Zelwer liefern die Basisstuecke. Fuer die Remixe wurden aber nicht nur die ueblichen Verdaechtigen wie Balkan Beat Box, Oi Va Voi und Shantel gewonnen. Auch der Balkan Musik voellig unverdaechtige bekannte Kuenstler wie Cibelle und Nouvelle Vague duerfen ans Werk. Dazu steuern einige lokale Szene-Helden aus Paris, London und Bruessel Neuinterpretationen bei….

Es koennen so auf diesem ueberaus gelungenem Sampler also durchaus neue Seiten entdeckt werden. Dazu gibt es noch eine Bonus-Disc auf der sich 12 Orginalstuecke der geremixten Bands/Projekte befinden. Alles in allem viel mehr als eine sehr gute Einstiegshilfe fuer Neuanfaenger! Vielleicht lassen sich ja auch ein Paar Leute in Berlin oder Leipzig dafuer begeistern, die dem typischen Balkandisko-Klischee ueberdruessig sind…
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